About

Einige Teilnehmer am CB VI (2006) in Greifswald vor einem Seiteneingang des Greifswalder Doms auf das Krupp-Kolleg blickend.

Einige Teilnehmer des CB VI (2006) in Greifswald vor einem Seiteneingang des Greifswalder Doms auf das Krupp-Kolleg blickend.

Im November 2001 ist in Lund das “Baltic Network”, ein ‘Netzwerk zur Antike und Antikerezeption im östlichen Ostseeraum’ gegründet worden. Ursprünglich aus einem Institutsaustausch zwischen den altertumswissenschaftlichen Instituten Lund und Greifswald in den Jahren 1999 und 2000 hervorgegangen, verbindet es heute Forscher aus den Universitäten Marburg, Lund, Riga, Tartu und Vilnius, St. Petersburg und Helsinki. Beteiligt sind die Latinistik aus Marburg, die Gräzistik, Latinistik und Altertumswissenschaft aus Lund sowie die Klassische Philologie aus den drei baltischen Universitäten Riga, Tartu und Vilnius. Darüberhinaus besteht Offenheit für die Teilnahme weiterer Disziplinen.

Ziel ist es, für die Erforschung der Antike und ihrer Rezeption im östlichen Ostseeraum eine Plattform des Austauschs zu schaffen. Denn für die Situation der Altertumswissenschaft ist es charakteristisch, daß zwar an vielen Orten zur Antike geforscht wird, jenseits der mittel- und südeuropäischen Länder und den USA jedoch die Kontakte untereinander und die wechselseitige Kenntnis eher gering sind. Insbesondere sind die deutsche und die skandinavische Altertumswissenschaft wenig vernetzt – trotz vielfach vorzüglicher Deutschkenntnisse in Schweden und Finnland. Auch die wieder aufblühende Klassische Philologie in den baltischen Ländern schließt teilweise explizit – so etwa in Tartu – an ihre älteren deutschen Wissenschaftstraditionen an.

Ein weiteres Moment, das einen Austausch von speziellem thematischen Interesse sein läßt, kommt hinzu. Denn ein Merkmal der Beschäftigung mit der Antike in den skandinavischen und baltischen Ländern besteht darin, daß der Rezeption ein erheblicher Platz innerhalb der Erforschung der Antike zukommt. Die einzelnen nationalen Traditionen sind jedoch außer in einigen wenigen herausragenden Fällen außerhalb des jeweiligen Landes praktisch nicht bekannt; selbst für den norddeutschen Raum ist der Humanismus viel weniger erforscht als für Süddeutschland oder gar für die romanischen Länder.

Das Kolloquium behandelt die beiden Themenbereiche Antike sowie Antikerezeption. Ausdrücklich erbeten sind auch Beiträge von seiten der Bild- und nicht nur der Textwissenschaften.

Ein entscheidendes Merkmal des Colloquium Balticum ist die Teilnehmerzusammensetzung von Lehrenden, Doktoranden und Studierenden. Aus allen drei Gruppen werden auch Vortragende gewonnen. In den letzten Jahren hatten die Kolloquien jeweils über 50 Teilnehmer, davon mehr als die Hälfte Studierende. Aus den bisherigen Kolloquien haben sich rege Kontakte nicht nur auf der Ebene der Lehrenden sondern auch der Studierenden ergeben bis hin zu Studentenaustauschen (unter den beteiligten Universitäten bestehen häufig genutzte Erasmus-Programme).

Die Kolloquien finden zweisprachig statt (deutsch und englisch). Zum nächsten Kolloquium soll eine erste Publikation vorgelegt werden.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

In Archive